Künstlerische Keramik

 

Keramik und Kunst sind untrennbar. Der direkte Zugriff auf das formbare plastische Material "Ton" lässt spontanes Arbeiten zu. Der buchstäbliche Händedruck hinterlässt sofort Spuren, die die Gestalt eines Werkstückes ständig verändern können. Die Kombination zwischen handwerklichem Geschick und der Offenheit dem Zufall gegenüber macht Überraschendes möglich. Auf dieser Seite möchte ich Ihnen Arbeiten von mir präsentieren, die losgelöst von jeglichem Gebrauchsnutzen eine andere Sichtweise auf Keramik vorstellen.

 

 

 

 

 

 

 

Schalen mit Spuren aus Gold

Gedreht auf der Töpferscheibe werden diese Schalen in weichem Zustand deformiert: Anchließend wird die Oberfläche mit einem Gemisch aus verschiedenen rauen Sanden und Tonen eingerieben. Sind die Rohlinge angetrocknet werden die Muster eingraviert und nach der endgültigen Trocknung das erstemal gebrannt. Sind die Gefäße nach dem Brand erkaltet werden die Muster mit einer Glasur bemalt. Der zweitee Brand lässt die Glasur auf die Keramik aufschmelzen. Nach dem erneuten Erkalten werden mit einer goldhaltigen Farbe die glasierten Muster ausgemalt. Ein sich anschließender spezieller Goldbrand brennt dieses Dekor auf die Glasur auf. Das heißt, dass diese Keramik dreimal gebrannt werden muss. Das Ergebniss sind ganz eigenwillig spannungsreiche Keramiken. Jedes Stück ist ein Unikat!

Diese  Schalen stellen einen kleinen Ausschnitt dieser Arbeitsserie dar. Weitere Schalen und weitere  Raukeramik können Sie in meiner Ausstellung sehen.

 

 

 

       Spiegelbild

 

 

Gesichter

Gesichter (oder sind es Masken?) wie diese zwei abgebildeten wirken gleichzeitig fremd und doch bekannt. Erinnern sie nicht an Masken von  Naturvölkern? Oder sind sie nicht auch manchmal ein Spiegel unserer selbst? An der Fasnet begegnen einen oftmals auch sehr fremde Masken.

Diese hier sind in der gleichen Technik wie die Schalen oben und unten hergestellt.

 

 

Der Gegensatz zwischen der rauen morbiden Oberfläche der Keramik und dem edlen Gold stellt einen eigenartigen Kontrast dar. Die Polarität zweier so unterschiedlicher Grundstoffe macht die Spannung aus. Der Glanz und Wert des Goldes wird erst durch die Umgebung sichtbar. Sie Spuren der grafischen Goldzeichen sonnen sich im Licht auf dem harten Grund auf den das Gold bewahrenden Schalen, Masken oder anderer Objekte.

 

 


Sakrale Kunst


 


Die besondere Ausstrahlung der "Keramik aus Erde und Gold" eignet sich auch sehr gut für sakrale Kunst.

 

Das hier dargestellte Kreuz wird von der ev. Kirchengemeinde Dettingen / Erms als Altarkreuz bei Gottesdiensten außerhalb der Kirche verwendet. 

Die Gestaltung ist eine Kombination aus dem Logo der Gemeinschaft (Krone) und dem tradierten Christusmonogramm (PX). Die äußere Form des Kreuzes und die zwei aufstrebende schalenartige Goldspuren wurden von mir entworfen und verwirklicht.

 

 

Kreis, Fische und drei Kreuze zieren diese Bodenvase für die evangelische Kirche in Michelstadt-Steinbach.

Die Vase ist ca. 55 cm hoch. Die in Gold gezeichnete Grafik in der rauen Umgebung sind Leuchtspuren des Lebens. Das Motiv verkörpert Ostern. Hoffnung und Liebe möchten die Begleiter in unserem manchmal recht rauen Lebens sein.